Geschichte des Festes

Informationen zur Geschichte des Gifhorner Altstadtfestes

Gifhorn gehört zu den Städten, die relativ früh erkannt haben, dass sich eine verkehrsberuhigte Innenstadt mit einer Fußgängerzone positiv auf die Stadtentwicklung auswirken kann.

Wenn man eine Fußgängerzone bauen will, muss man den Verkehr umlegen. Das war in Gifhorn sehr nötig, weil durch die Torstraße und den Steinweg die Bundesstraße 4 (Braunschweig – Lüneburg) lief. In den 70 er Jahren wurden Umgehungsstraßen rund um die Stadt gebaut.

Außerdem muss man die Akzeptanz der Geschäftsleute und der Bevölkerung erreichen. Das war nicht weniger schwierig. Es gab viele Zweifler und Widerständler. Der Rat der Stadt setzte sich durch und gestaltete den Steinweg zu einer Fußgängerzone um. Das geschah in zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt vom damaligen Döpke-Brunnen (heute Brunnen bei CEKA) bis zum alten Kino (heute ist dort die Hempel-Galerie mit H&M) wurde 1980 fertiggestellt, ebenso das Parkahaus an der Hindenburgstraße.

Zur Einweihung dieser beiden Bauwerke (Fußgängerzone und Parkhaus) sollte im Juli 1980 ein Altstadtfest durchgeführt werden. Zur Gestaltung des Festes waren die örtlichen Vereine aufgerufen. Das Fest war auf drei Tage, von Freitag bis Sonntag, ausgelegt. Beim ersten Altstadtfest gab es eine Bühne am Brunnen, aber auch schon viele Aktionen im Festbereich, auch einen Flohmarkt und ein Kinderfest.

Das erste Altstadtfest vom 4. bis 6. Juli 1980 war ein Erfolg und es sollte nicht das einzige bleiben. Der Rat der Stadt Gifhorn beschloss, das Fest jährlich zu feiern.

Zu den Programmbestandteilen, die vom ersten Altstadtfest an dabei sind, gehören der ökumenische Gottesdienst, das Konzert der Gifhorner Chöre, der Eintopf der Feuerwehr und das Schachspiel des Schachvereins Gifhorn.

1984 wurde das alte Rathaus (heute: Ratsweinkeller) fertig rekonstruiert und das neue Rathaus eingeweiht. Mit der Umgestaltung des gesamten Marktplatzes, die damit verbunden war, fand die Schaffung der Fußgängerzone ihren Abschluss.

Damit konnte dann beim Altstadtfest 1985 auch auf dem Marktplatz eine Bühne aufgebaut werden. Das war zuerst ein LKW-Anhänger und später dann ein Gestell aus Gerüstteilen eines Gifhorner Malermeisters. Seit dem 800. Stadtjubiläum im Jahr 1996 steht hier eine große, professionelle Bühne.

Das Gifhorner Altstadtfest gehört heute zu den ganz wenigen Veranstaltungen dieser Art und Größe, die von einer Stadt alljährlich in Eigenregie organisiert und verantwortet werden.